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Home > Dorfleben > Fledermaus-Schutzprojekt
von Dr. Christian Drescher
und Dr. Eva Ladurner
Schon seit Jahrzehnten versammeln sich jedes Frühjahr im Dachboden der Pfarrkirche von Schluderns ungefähr 80 weibliche Große Hufeisennasen, um gemeinsam ihre Jungen zu gebären und aufzuziehen. Die Männchen halten sich in dieser Zeit in Einzelquartieren auf, die besten Plätze stehen damit den Weibchen und dem Nachwuchs zur Verfügung.
Von den 25 in Südtirol nachgewiesenen Fledermausarten ist die Große Hufeisennase besonders selten; in Südtirol ist die Kolonie von Schluderns einzigartig. Wie bei vielen anderen Fledermausarten auch, sind die Bestände dieser Art in den letzten Jahrzehnten europaweit aufgrund von massivem Pestizideinsatz, Quartierzerstörung und Lebensraumverlust stark zurückgegangen. Deshalb stehen sie in ganz Europa unter besonderem Schutz. In Schluderns scheint die Große Hufeisennase dagegen in den letzten Jahren nicht abgenommen zu haben. Dies spricht dafür, dass die Landschaft in und um das Dorf (noch) alles bereithält, was diese stark gefährdete Art braucht.
Damit dies auch auf lange Sicht so bleibt, wurde das Schutzprojekt gestartet. Es wird von der Gemeinde Schluderns getragen und vom Landschaftsfonds der Abteilung Natur und Landschaft der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol mitfinanziert. Die BiologInnen Dr. Eva Ladurner und Dr. Christian Drescher sowie die Biologiestudentinnen Andrea Schwembacher und Claudia Prünster wollen herausfinden, wie die Fledermäuse mit den Landschaftsveränderungen in ihren Jagdgebieten rund um Schluderns zurechtkommen. Welche Auswirkungen hat der zunehmende intensive Obstbau? In welchen Lebensräumen gehen sie auf die Jagd, welche Insekten fressen sie? Welche Rückschlüsse ergeben sich daraus für den Schutz der Art?
Abschlussbericht 2012
Dr. Christian Drescher, Projektleiter „Jagdlebensräume der Großen Hufeisennase im oberen Vinschgau: Gefährdung und Schutzmaßnahmen“ Tel. +39 0473 449377 - Handy +39 340 6221046
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